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Stellen Sie sich vor......Gedanken zur Zusammenarbeit von Kita und Schuleerschienen in: Betrifft Kinder / Das Praxisjournal für Erzieherinnen, Eltern und GrundschullehrerInnen heute Ausgabe 08-09/2006 Verlag Das Netz In der vergangenen Woche telefonierte ich mit einer Studentin für das Lehramt, die in einer Kita ein Praktikum absolvieren wollte und in einem Nebensatz fallen ließ: "Schule und Kita liegen ja auch nicht so weit auseinander". “Oh doch” antwortete ich spontan, " meiner Meinung nach liegen sie sogar sehr weit auseinander, und die Orientierung an den Entwicklungen, die in den letzten Jahren von den Kolleginnen und Kollegen in den Kitas in Gang gesetzt wurden, könnten auch für Schulen hilfreich sein." Unklare ErwartungenViele Kolleginnen und Kollegen, die in Kitas arbeiten, können ein Lied davon singen, wie die Zusammenarbeit mit Schulen und Vorschulen von Konkurrenz, Statusdenken und Unwissenheit über die Kita als frühe Bildungsinstitution geprägt ist. Trotz gemeinsamer Anstrengungen der Länder, des Pisa Schocks durch die Entwicklung von Bildungsplänen Herr zu werden, sind die Grundlagen für eine umfassende Bildungsreform- und dies beginnt doch mit einer gemeinsamen Zielformulierung aller Beteiligter - noch nicht gelegt. Führt mich ein Supervisions -oder Beratungsauftrag in eine Kita, klagen die Kolleginnen häufig über mangelnde Kommunikation, über das „ Herabblicken“ von Lehrern und Schulleitungen auf die Bildungsarbeit in der Kita und die Erzieherinnen. Bohre ich nach, zeigt sich allerdings auch ein nicht unerheblicher Abgrenzungsbedarf der Kitas, und auf die Frage, ob die Telefonnummern der nahegelegenen Schulen oder die Namen der Schulleitungen in der Kita bekannt seien, folgt nicht selten ein betroffenes Schweigen.Ich empfehle in solchen Situationen: Stellen sie sich vor, es ist das Jahr 2008 und sie arbeiten gut mit den Schulen in ihrem Umkreis zusammen. Was ist dann anders? Vielleicht entsteht so bereits ein erstes Bild von Zusammenarbeit, und sie haben die Möglichkeit, ein Ziel zu definieren. Ebenso hilfreich kann es sein, wenn sie sich einmal fragen, wozu die bisherige Form der Zusammenarbeit gut war? Oder war sie schlecht? Stellen sie sich vor, sie würden die Lehrerinnen und Lehrer zu deren Einschätzung bezüglich der Zusammenarbeit von Schule und Kita befragen. Vielleicht wissen sie überhaupt nicht, wie eine Kita von innen aussieht, was für qualifizierte pädagogische Arbeit von Erzieherinnen und Erziehern geleistet wird. Das Dilemma liegt meines Erachtens in der Unklarheit der gegenseitigen Erwartungen. Wir Kitaleute verstehen nicht, was die Schule sich für eine Kooperation vorstellt und umgekehrt verstehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule nicht, was wir für eine Zusammenarbeit wünschen und wie sie inhaltlich gefüllt werden kann. Einladen, kennenlernen und gestaltenSie haben mehrere Möglichkeiten, diesem „ Nichtverstehen“ zu begegnen und in eine konstruktive Phase einzutreten. Eines haben allerdings alle Wege gemeinsam, sozusagen als Voraussetzung: die respektvolle Grundhaltung und den wertschätzenden Umgang miteinander.Dies wird u.a. im Bemühen deutlich, den Anderen verstehen zu wollen. Signalisieren sie ihr Interesse an einer Zusammenarbeit zum Beispiel durch die Einladung des Kollegiums oder der Schulleitung einer nahegelegenen Schule. Orientieren sie sich dabei an den gängigen Unterrichtszeiten, erhöhen sie die mögliche Teilnehmerzahl und machen deutlich: Wir wissen etwas über Schulorganisation und schulische Rahmenbedingungen. Vielleicht binden sie die geplante Veranstaltung in einen Themennachmittag ein, der inhaltlich nicht auf Themen aus der Kita Landschaft begrenzt ist. Thema könnte zum Beispiel sein: Wie können wir unsere Kooperation gestalten. Dadurch signalisieren sie, dass sie an Kooperation interessiert sind und gleichzeitig haben sie ein Thema, das nicht durch irgendeine Vorgeschichte belastet ist. Vielleicht fragen sie einmal nach, ob die Hospitation in einer Vorschulklasse möglich ist und verbinden dies mit einer Gegeneinladung. Auf diesem Wege könne sie deutlich machen, dass ihnen nicht an Konkurrenz gelegen ist, sondern an einem fachlichen Austausch zum Wohle der Kinder. Hilfreiche GrundsätzeLassen Sie sich bei allen ihren Bemühungen von folgenden Grundsätzen leiten:
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